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Theorie trifft Praxis – Studierende der TU Ilmenau sammeln Praxiserfahrung im Metallbereich

04.10.2018 CJD Ilmenau « zur Übersicht

Wie fühlt es sich an, wenn Metallspäne herumfliegen und man alle Sicherheitsvorkehrungen beachten muss, bevor man mit der Werkstoffbearbeitung loslegen darf? Das und vieles mehr erfahren jedes Jahr aufs Neue interessierte Studierende der Technischen Universität Ilmenau, wenn sie den Metallbereich des Beruflichen Bildungszentrums im CJD Ilmenau für ein paar Praxistage besuchen.

Diese Praxisschnuppertage im CJD Ilmenau basieren auf dem Lernmodell der sogenannten „Basic Engineering School“. Hier werden neue Lehr- und Lernformen in der Ingenieurausbildung vermittelt, insbesondere in der Studieneingangsphase. Der Einstieg in die Grundlagenfächer des Ingenieurstudiums in den ersten zwei Fachsemestern wird passgenauer gestaltet und erhält mit objektorientierten Projekten mehr Praxisnähe. Begleitend erfolgt ein individuelles Coaching zur Entwicklung der Kompetenzen für Studium und Beruf. Das von den Studienanfängern im Ingenieurstudium geforderte Grundpraktikum wird in das erste Semester integriert. Das Konzept verspricht vor allem eine bessere Verankerung des Ingenieurgrundwissens bei den Studierenden, eine Verbesserung der Studienmotivation und die Reduzierung der Abbrecherquote.

Während der Praxistage im Metallbereich des CJD Ilmenau konnten sieben Studierende unter der Federführung von Ausbilder Dirk Meyer unter anderem einen Koordinatenwürfel herstellen. Da musste gefräst, gefeilt und gebohrt werden, Maschinen eingestellt und auch gesäubert werden. Einer von ihnen ist Simon Boch. Er hat gerade sein Maschinenbau-Studium begonnen und findet es spannend, direkt zu Beginn seines Studiums Praxisluft zu schnuppern: „Bei den Praxistagen bekomme ich einen ersten Überblick, wie die Herstellung abläuft. Es ist toll, dass ich in dieser lockeren Atmosphäre beim CJD selbständig einfache Sachen herstellen kann.“

Auch Annabell Eberhardt hat sich ein paar Tage im Metallbereich ausprobiert. „Hier lerne ich die Grundlagen ganz praktisch im Schnelldurchlauf. Das finde ich wichtig, denn ich möchte später kein abgehobener Theoretiker werden“, erklärt die Studentin der Biomedizinischen Technik.

Ausbilder Dirk Meyer betont das gute Verhältnis zwischen den Studierenden und dem CJD: „Die jungen Leute wissen, was sie wollen und sind sehr motiviert. Es macht richtig Spaß, so effektiv zu arbeiten und schon nach wenigen Tagen ein sichtbares Ergebnis zu haben.“