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Das ist der Hammer – Jugendliche aus dem CJD Ilmenau auf den Spuren der Technik

31.05.2018 CJD Ilmenau « zur Übersicht

Am 15. Mai besuchte eine Gruppe aus dem CJD Ilmenau das technische Denkmal „Tobiashammer“ in Ohrdruf. Mit dabei waren sechs Jugendliche aus dem Metallbereich sowie ihr Stützlehrer Michael Pohl.

Bei diesem Ausflug lernten die Jugendlichen die Geschichte der Metallverformung kennen. Die vor mehr als 500 Jahren erbaute wasserradbetriebene Schmiedeanlage am Flusslauf der Ohra zählt nach umfangreicher Restaurierung zu den wertvollsten Industriedenkmälern.

Produziert wurden hier früher Eisenprodukte wie Sensen, Sicheln, Pflugschare, Lanzen und Schwerter. Später kam die Kupferverarbeitung hinzu. Es wurden Waschkessel, Kesselpauken, Brauereigeräte, Töpfe, Kannen und Pfannen hergestellt.

Die Schauanlage umfasst fünf funktionstüchtige Fallhämmer, ein Walzwerk, Poch- und Schleifwerk sowie Glutöfen. Die Anlagen werden nach wie vor von vier überdimensionalen Wasserrädern angetrieben. Außerdem beherbergt der „Tobiashammer“ eine der größten Dampfmaschinen Europas. Voll funktionstüchtig wird sie zu Führungen in Betrieb genommen.

In einem der schönsten Metallskulpturenparks auf 18.000 qm erlebten die Gruppe aus Ilmenau eines der größten technischen Denkmäler für Schwermaschinenbau. Die ausgestellten Plastiken und Skulpturen sind im Rahmen des einmal im Jahr stattfindenden Metallgestaltersymposiums von internationalen Künstlern und Metallgestaltern sowie Schülern des Gymnasiums Gleichense (Ohrdruf) unter der alten Hammeranlage entstanden.

Ausflüge wie diese sind ein beliebter Bestandteil der beruflichen Bildung im CJD Ilmenau. Ziel der Exkursion war es, die Jugendlichen für den Baustoff Metall, seine Herkunft, Verarbeitung und Verwendungsmöglichkeiten zu sensibilisieren.