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12.09.2011 - Ilmenau
Jugenddorf Ilmenau beendet ersten Bauabschnitt

Handwerker aus der Region haben am 09.09.2011 den ersten modernisierten Abschnitt des Studentenwohnheimes im Beisein des Landrates, des Leiters des Ilmenauer Berufsschulzentrums und eines Vertreters des Thüringer Studentenwerkes an das Berufliche Bildungszentrum des CJD in Ilmenau übergeben. Das äußerlich unscheinbare Gebäude wurde im Inneren teil saniert und mit modernen Wohneinheiten und zwei behindertengerechten Wohnungen versehen.
Der erste Bauabschnitt hat insgesamt 689.000 Euro gekostet, wovon das Thüringer Bildungsministerium 50 Prozent beisteuerte.
Zu DDR-Zeiten wurde das Gebäude errichtet, in dem die Auszubildenden des VEB Technisches Glas Ilmenau untergebracht waren. Die Bauteile des Blocks stammen aus den 80er Jahren und wurden in dieser Form eigentlich für den Bau von Kasernen eingesetzt, berichtete Markus Otte vom Architekturbüro Rolf Otte aus Sangerhausen.
Nach der Wende kam das Gebäude zunächst in die Hand des damaligen Kreises Ilmenau ein Jahr später übernahm das CJD die Regie. Als privater Träger sei es schwierig gewesen, an entsprechende Zuschüsse heranzukommen, deuteten die Redner an. "Schön, dass wir aber doch noch dieses Förderprogramm gefunden haben", sagte Landrat Benno Kaufhold, der das Haus als "Alternative zum Hotel Mama" bezeichnete.
Insgesamt knapp 110 Wohnheimplätze betreut das CJD am Ehrenberg in Ilmenau, noch einmal so viele werden in Arnstadt angeboten.
Die deutlich sichtbare Umgestaltung der Zimmer habe letztlich eine neue Stahlkonstruktion notwendig gemacht, erklärte Architekt Markus Otte. Auch die Grundleitungen musste komplett neu verlegt werden. Dafür entstanden zeitgemäße Quartiere - auf jeder Etage wurden im Ost- und Westgiebel Räume für Wohngemeinschaften eingerichtet, während im Mittelteil des Hauses Einzel- und Doppelzimmer angeboten werden, die erst in den kommenden Bauabschnitten modernisiert werden. Wichtig für das CJD und das Studentenwerk war der Einbau von zwei behindertengerechten Wohnungen im Erdgeschoss, die speziell für Rollstuhlfahrer eingerichtet sind.
Das Besondere an der Sanierung sei die Rücksicht auf die Bewohner im Haus gewesen, merkte Markus Otte an. Da das Gebäude zu keiner Zeit leer stand, mussten die Handwerker mitunter Sensibilität walten lassen.
Mit dem ersten Bauabschnitt wurde im Februar dieses Jahres begonnen. Nicht nur an der Fassade des Objekts bestehe nun noch Handlungsbedarf. Auch das Dach bedürfe einer Erneuerung, so Markus Otte. Man habe sich aber bewusst dafür entschieden, erst die Wohnqualität im Inneren zu verbessern und danach die Außengestaltung anzugehen.
Für den zweiten Teil der Sanierung suchen wir gemeinsam mit unseren Partnern nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten, sagte Jugenddorfleiter Dr. Stefan Ukat.





