Mehr als 30 Schul- und Projektleiter von Förderschulen aus Süd- und Mittelthüringen trafen sich im CJD Ilmenau zur Regionaltagung "Berufspraxis erleben". Das gleichnamige Projekt dient der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung von Förderschülern.
Gabriele Kronberg, Projektleiterin der Jugendberufshilfe Thüringen e. V. aus Erfurt unterstrich das Ziel des vom Thüringer Kultusministeriums geförderten Projektes: "Uns geht es insbesondere darum, Chancengleichheit für Förderschüler zu bieten". Etwa 2.700 Schüler der 7. bis 9. Klassen sind in das Förderprojekt integriert.
Sie können bei Bildungsträgern, in berufsbildenden Einrichtungen sowie in Firmen Berufspraxis kennen lernen. Seit 2003 besteht das Projekt "Berufspraxis erleben". Seit dieser Zeit wurden seitens der Thüringer Jugendberufshilfe gute Erfahrungen vor allem bei der Berufswahlvorbereitung gemacht. Gabriele Kronberg betonte, dass die Vorstellungen zur Berufswahl und zum weiteren Berufsweg deutlich gefestigt werden konnten: "Unsere Programme sind optimal auf junge Leute mit Förderbedarf abgestimmt".
Die Berufsvorbereitung ist für gewerblich-technische Berufe möglich, ebenso für Berufe des Handwerks, für Berufe in Landwirtschaft und Gartenbau, im Dienstleistungsgewerbe sowie im Bereich Soziales und Gesundheit. Gabriele Kronberg: "Für uns ist es wichtig hier eine Verzahnung von Praxis und Lehrplan herzustellen.
In der Tagung standen die momentane Entwicklung des Projekts sowie die weiteren Schritte in die Zukunft im Mittelpunkt. Fragen der Kompetenzfeststellung bei Förderschülern aber auch die Übergangsbegleitung zum Berufsweg waren Themen in Vorträgen sowie in individuellen Gesprächen beim Erfahrungsaustausch.
Auch das CJD Ilmenau als Berufliches Bildungszentrum und Gastgeber der Tagung engagiert sich in der Berufsvorbereitung von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf. Die beruflichen Forbildungsangebote des CJD Ilmenau dienen ganz besonders dazu, die Chancen junger Leute auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verbessern.